Simultan

FIDE-Schach Hoher Zeitbedarf Trainingseffekt Spielen im Team

Ein (meist starker) Spieler tritt gegen eine größere Anzahl Gegner gleichzeitig an.

Zur einfacheren Durchführung werden die Tische in U- oder Kreisform aufgebaut, wobei die Innenseite für den Simultanspieler vorgesehen ist.

Der Einzelspieler hat meist an allen Brettern Weiß und geht von Brett zu Brett. Die anderen Spieler machen ihren Zug, wenn der Einzelspieler an ihr Brett tritt, dieser antwortet nach kurzer Bedenkzeit.

Varianten

  • Statt eines Einzelspielers können zwei Spieler gegen eine größere Gruppe antreten und dabei abwechselnd ziehen.
  • Alle Partien werden mit Schachuhr gespielt (Uhrensimultan). Der ehemalige Weltmeister Garri Kasparow hat einige Uhrensimultanwettkämpfe gegen starke Gegnerschaft bestritten, z. B. an acht Brettern gegen die Bundesligamannschaft des Hamburger SK oder gegen die Deutsche und die Schweizer Nationalmannschaft.
  • Zwei etwa gleichstarke Mannschaften können gegeneinander mehrere Partien gleichzeitig spielen, eine bestimmte Reihenfolge ist einzuhalten.
  • Beim Training bietet es sich an, Turniersimultan zu spielen. Hier spielt jeder gegen jeden gleichzeitig. Achtung: Pro zusätzlichem Teilnehmer braucht man deutlich mehr Bretter. Bei drei Teilnehmern 2+1 = 3 Bretter, bei vier Teilnehmern 3+2+1 = 6, bei fünf Teilnehmern 4+3+2+1 = 10 Bretter usw. Damit die Spieler den Überblick behalten, kann die zuletzt gezogene Figur markiert werden, z. B. mit einem farbigen Ring oder Gummiband.

Diese Variante ist in »Schach mal anders« aufgeführt.